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Via Claudia Augusta neu gedacht: Meine E-Bike-Alpenüberquerung von Garmisch nach Bozen
5 Tage • ca. 285 km • 3.700 hm
Eine Alpenüberquerung mit dem Fahrrad stand schon lange ganz oben auf meiner Liste. Aber ich wollte nicht einfach nur einer bestehenden Route von A nach B folgen.
Deshalb habe ich meine eigene Alpenüberquerung von Garmisch-Partenkirchen nach Bozen entwickelt.
Die Strecke orientiert sich teilweise an der bekannten Via Claudia Augusta, verlässt sie aber immer wieder ganz bewusst. Mein Ziel war es, zusätzliche Highlights mitzunehmen: spektakuläre Aussichtspunkte, Bergseen, besondere Hütten, schöne Einkehrmöglichkeiten und Wege, bei denen nicht nur das schnelle Vorankommen im Mittelpunkt steht.
Das Ergebnis sind fünf sehr unterschiedliche Etappen mit insgesamt rund 285 Kilometern und 3.700 Höhenmetern.
Die Route habe ich vor allem mit Blick auf E-Biker geplant und selbst komplett gefahren. Sie eignet sich aber genauso für sportliche Mountainbike- und Gravel-Fahrer, die Lust auf eine besondere Alpenüberquerung haben.
Alle 5 Etappen inklusive GPX-Daten gibt es direkt hier zum Nachfahren.
Meine Alpenüberquerung auf einen Blick
Start: Garmisch-Partenkirchen
Ziel: Bozen
Dauer: 5 Tage
Distanz: ca. 285 km
Höhenmeter: ca. 3.700 hm
Geeignet für: E-Bike / E-MTB, sportliche MTB- und Gravel-Fahrer
Charakter: Panorama, Bergseen, Forstwege, Radwege, leichte Trails, lange Abfahrten und einige steile Rampen
GPX: alle fünf Etappen auf fritz-ebike.de
Die fünf Etappen
Tag 1: Garmisch-Partenkirchen → Ehrwald
32 km • 1.100 hm
Tag 2: Zugspitz Arena → Landeck
67 km • 800 hm
Tag 3: Landeck → Nauders
56 km • 1.000 hm
Tag 4: Nauders → Vinschgau
ca. 80 km • 400 hm
Tag 5: Vinschgau → Bozen
50 km • 400 hm
Was unterscheidet meine Route von der klassischen Via Claudia Augusta?
Die Via Claudia Augusta bildet an verschiedenen Stellen die Grundlage meiner Alpenüberquerung – ich wollte sie aber bewusst neu denken.
Mir war wichtig, dass nicht nur Start und Ziel einer Etappe interessant sind, sondern möglichst der gesamte Tag.
Deshalb verlässt meine Strecke die klassische Route immer wieder für kleinere oder größere Abstecher. Manchmal bedeutet das zusätzliche Höhenmeter oder ein paar Kilometer mehr. Dafür warten unterwegs aber Bergseen, Aussichtspunkte, Hütten und Wege, die für mich den eigentlichen Reiz einer solchen Reise ausmachen.
Gerade mit dem E-Bike lässt sich das hervorragend verbinden: Statt möglichst direkt über die Alpen zu fahren, kann man zusätzliche Highlights einbauen und trotzdem Tagesetappen schaffen, die gut machbar bleiben.
Meine Idee war deshalb nicht: Wie komme ich möglichst einfach nach Bozen?
Sondern:
Wie kann ich aus fünf Tagen über die Alpen fünf richtig besondere Tourentage machen?
Etappe 1: Garmisch-Partenkirchen nach Ehrwald
32 km • 1.100 hm
Direkt Tag eins unterscheidet sich komplett von der klassischen Via Claudia Augusta.
Los geht es mitten in Garmisch-Partenkirchen. Schon auf den ersten Kilometern begleitet einen die Zugspitze – und genau dieses Panorama wird im Laufe des Tages immer beeindruckender.
Statt direkt Richtung Ehrwald zu fahren, geht es hinein in die Bergwelt.
Eibsee von oben – das erste große Highlight
Einer meiner Lieblingsmomente der gesamten Tour wartet bereits auf der ersten Etappe: der Blick auf den Eibsee von oben.
Der türkisfarbene See tief unter einem und dahinter die umliegenden Berge – für mich einer dieser Orte, für die sich zusätzliche Höhenmeter sofort lohnen.
Auch die Hochthörle Hütte ist ein richtig schöner Einkehrstopp auf dieser Etappe.
Dazu kommen tolle Wald- und Forstwege und immer wieder neue Perspektiven auf die Zugspitze.
Anschließend geht es hinunter Richtung Ehrwald.
Warum Tag 1 nur 32 Kilometer hat
Die erste Etappe habe ich ganz bewusst kürzer geplant.
Wer von weiter weg nach Garmisch anreist, kann morgens ankommen und noch am gleichen Tag mit der Alpenüberquerung starten.
Trotz der vergleichsweise kurzen Distanz kommen bereits 1.100 Höhenmeter zusammen – langweilig wird der Auftakt also definitiv nicht.
Highlights Tag 1:
Zugspitzpanorama • Eibsee von oben • Hochthörle Hütte • Wald- und Forstwege • Ehrwald
Etappe 2: Von der Zugspitz Arena nach Landeck
67 km • 800 hm
Am zweiten Tag wird die Strecke deutlich länger.
Von der Zugspitz Arena führt meine Route zunächst über wunderschöne Wege zum Mittersee und Weißensee.
Danach geht es Richtung Fernpass.
Über den Fernpass und zum Fernsteinsee
Der Anstieg zum Fernpass bietet immer wieder fantastische Ausblicke auf die umliegende Bergwelt.
Noch besser gefällt mir allerdings das, was danach kommt.
Die Abfahrt vom Fernpass gehört für mich fahrerisch zu den schönsten Abschnitten der gesamten Alpenüberquerung. Über einen flowigen und gut fahrbaren Abschnitt geht es hinunter Richtung Schloss Fernstein und Fernsteinsee.
Der Fernsteinsee ist das nächste landschaftliche Highlight dieser Etappe.
Danach verändert sich die Strecke zunehmend.
Über Nassereith und Imst geht es Richtung Inntal. Die letzten Kilometer führen entlang des Inns bis nach Landeck – immer begleitet von den hohen Bergen rechts und links.
Highlights Tag 2:
Mittersee • Weißensee • Fernpass • flowige Abfahrt • Fernsteinsee • Inntal
Etappe 3: Von Landeck nach Nauders
56 km • 1.000 hm
Tag drei beginnt am Inn – und der Fluss wird uns über einen großen Teil der Etappe begleiten.
Allerdings folge ich auch hier nicht einfach nur der direkten Route.
Immer wieder habe ich höher gelegene Wege und kleinere Abstecher eingebaut. Dafür gibt es deutlich mehr Panorama auf das Inntal.
Je weiter wir Richtung Süden fahren, desto spektakulärer wird die Landschaft.
Das Tal wird enger, die Schlucht tiefer und die Felswände immer mächtiger.
Altfinstermünz – ein besonderer Stopp
Mit Altfinstermünz wartet einer der außergewöhnlichsten Orte der gesamten Alpenüberquerung.
Die historische Anlage liegt direkt am Inn und wirkt zwischen den steilen Felswänden fast ein bisschen aus der Zeit gefallen.
Hier lohnt es sich definitiv, nicht einfach vorbeizufahren.
Danach geht es weiter durch die Schlucht und für einen kurzen Abschnitt sogar durch die Schweiz.
Der Anstieg zur Norbertshöhe
Zum Ende der Etappe wartet noch einmal Arbeit.
Der Anstieg zur Norbertshöhe beinhaltet einige richtig steile Rampen.
Mit dem E-Bike ist das gut machbar – und oben angekommen wartet neben der Aussicht auch eine schöne Möglichkeit zur Einkehr.
Danach verlasse ich die klassische Route noch einmal.
Über einen einfachen und gut fahrbaren Trail geht es mit einem fantastischen Panorama hinunter nach Nauders.
Highlights Tag 3:
Inntal • Höhenwege • Schluchten • Altfinstermünz • Schweiz • Norbertshöhe • Panorama-Trail nach Nauders
Etappe 4: Von Nauders durch den Vinschgau
ca. 80 km • 400 hm
Tag vier ist die Königsetappe.
Gut 80 Kilometer stehen auf dem Programm – dafür geht es insgesamt deutlich mehr bergab als bergauf.
Und landschaftlich beginnt der Tag direkt spektakulär.
Reschensee – aber auf meiner Variante
Von Nauders geht es Richtung Süden und schon bald öffnet sich von oben der Blick auf den Reschensee.
Statt möglichst direkt weiterzufahren, entscheide ich mich bewusst für meine Variante auf der ruhigeren Seite des Sees.
Hier geht es immer wieder leicht hoch und runter und man bekommt dafür fantastische Perspektiven auf den Reschensee und die umliegende Bergwelt.
Kurz darauf folgt mit dem Haidersee direkt der nächste See.
Südtirol beginnt
Spätestens jetzt verändert sich das Gefühl der Tour.
In Burgeis lohnt sich eine Pause – Kaffee und Südtiroler Strudel inklusive.
Anschließend beginnt eine unglaublich lange Abfahrt Richtung Prad am Stilfserjoch.
Vor einem öffnet sich dabei die mächtige Bergwelt rund um den Ortler.
Für mich ist das einer der beeindruckendsten Abschnitte der ganzen Reise.
Danach begleitet uns immer häufiger die Etsch.
Über Schlanders geht es weiter durch den Vinschgau. Die Landschaft wird zunehmend mediterraner, und irgendwann fährt man nicht mehr zwischen hohen Felswänden, sondern mitten durch riesige Apfelplantagen.
Das Tagesziel liegt kurz hinter Naturns.
Highlights Tag 4:
Reschensee • Haidersee • Burgeis • Ortler-Panorama • lange Abfahrt • Schlanders • Etsch • Apfelplantagen
Etappe 5: Durch Meran und die Weinberge bis Bozen
50 km • 400 hm
Der fünfte Tag ist das große Finale.
Noch einmal 50 Kilometer – und diese Etappe fühlt sich komplett anders an als die ersten Tage in der hochalpinen Bergwelt.
Zunächst geht es weiter durch den Vinschgau Richtung Meran.
Im Bereich Algund beginnt eine wunderschöne Abfahrt mit großartigem Blick auf Dorf Tirol, Meran und die umliegenden Berge.
Wer genügend Zeit hat, kann hier noch einen Abstecher nach Meran einbauen.
Mein Highlight: durch die Weinberge
Danach verlasse ich die direkte Route ein letztes Mal.
Und dieser Umweg gehört für mich zu den schönsten Entscheidungen der gesamten Alpenüberquerung.
Es geht hinauf in die Weinberge des Meraner Landes.
Ein besonderer Einkehrtipp ist das Weingut und der Buschenschank Haidenhof oberhalb von Tscherms.
Gutes Essen, Weinberge und ein fantastisches Panorama über das Meraner Land – nach mehreren Tagen über die Alpen fühlt sich dieser Ort noch einmal ganz besonders an.
Anschließend geht es hinunter Richtung Lana und weiter mitten durch die Weinberge.
Auch einen letzten Restaurant-Stopp zwischen den Reben habe ich in meine Strecke integriert.
Danach führt die Tour wieder Richtung Etsch.
Und irgendwann taucht endlich Bozen vor uns auf.
Mit Rosengarten und Schlern im Hintergrund rollen wir schließlich zum Bahnhof.
5 Tage. Rund 285 Kilometer. 3.700 Höhenmeter. Garmisch → Bozen. Geschafft.
Highlights Tag 5:
Algund • Meran-Panorama • Weinberge • Haidenhof • Lana • Südtirol • Rosengarten & Schlern • Bozen
Alle 5 GPX-Etappen zum Nachfahren
Ich habe die komplette Alpenüberquerung selbst geplant, gefahren und an verschiedenen Stellen bewusst angepasst.
Wenn ihr die Route ebenfalls fahren möchtet, müsst ihr sie deshalb nicht selbst aus den einzelnen Abschnitten zusammensuchen.
Ihr bekommt alle fünf von mir gefahrenen Etappen als GPX-Paket:
✔ 5 komplette Etappen
✔ Garmisch-Partenkirchen bis Bozen
✔ ca. 285 Kilometer
✔ ca. 3.700 Höhenmeter
✔ inklusive meiner zusätzlichen Panorama-Abstecher
Welches E-Bike für eine Alpenüberquerung?
Für die komplette Tour war ich mit einem ROSE Light E-MTB mit TQ-Antrieb unterwegs.
Für mich war das gleichzeitig ein ziemlich spannender Test.
Denn bei einer Alpenüberquerung geht es nicht nur darum, ob ein Motor einen steilen Berg hochkommt.
Man verbringt fünf Tage auf dem Bike, fährt lange flache Abschnitte, Forstwege, Trails, steile Rampen und teilweise sehr lange Abfahrten.
Warum mir das Light-E-MTB-Konzept gefallen hat
Besonders positiv fand ich das geringe Gewicht und das natürliche Fahrgefühl.
Gerade auf langen, flacheren Passagen fühlt sich das Bike dadurch weiterhin sehr stark nach Fahrrad an.
Wenn es dagegen steil wird, ist die Unterstützung trotzdem da.
Das beste Beispiel dafür war für mich die Norbertshöhe. Auch an den richtig steilen Rampen hatte ich in der höchsten Unterstützungsstufe genügend Unterstützung.
Akku und Reichweite
Auf so einer Tour merkt man außerdem sehr schnell, dass Reichweite nicht nur eine Frage der Akkugröße ist.
Ich habe die Unterstützung bewusst eingesetzt: mehr Motor an steilen Anstiegen, weniger Unterstützung auf flachen oder leicht abfallenden Passagen.
Gerade auf den langen Etappen hat dieses Akku-Management für mich sehr gut funktioniert.
Nach fünf Tagen ist mein Fazit deshalb ziemlich klar:
Für meine Art von Touren passt die Kombination aus geringem Gewicht, natürlichem Fahrgefühl und Unterstützung genau dann, wenn ich sie brauche, extrem gut.
Hinweis: TQ war Kooperationspartner dieser Alpenüberquerung.
Fünf Tage im Sattel: Warum das richtige Setup so wichtig ist
Bei einer Tagestour kann sich vieles noch irgendwie gut anfühlen.
Nach mehreren Tagen und vielen Stunden im Sattel merkt man dagegen sehr schnell, ob das Setup wirklich zum eigenen Körper passt.
Deshalb war mir bei dieser Alpenüberquerung auch das Thema Ergonomie besonders wichtig.
Mein SQlab-Sattel wurde nicht einfach nur nach Optik oder Modell ausgewählt, sondern individuell auf mich und meine Sitzposition abgestimmt.
Genau dieser Customized-Ansatz gefällt mir bei SQlab besonders gut.
Denn am Ende gibt es für mich nicht den einen perfekten Sattel für alle – entscheidend ist, dass Sattel und Einstellung zum jeweiligen Fahrer passen.
Nach fünf Tagen Alpenüberquerung und sehr vielen Stunden auf dem Bike kann ich sagen:
Für mich war das Setup ein Traum.
Gerade auf einer Mehrtagestour ist ein gut abgestimmter Kontaktpunkt zwischen Fahrer und Bike für mich mindestens genauso wichtig wie viele technische Komponenten am Rad.
Für wen eignet sich meine Alpenüberquerung?
Ich habe die Strecke vor allem für E-Biker und E-Mountainbiker geplant.
Das bedeutet aber nicht, dass sie ausschließlich mit Motor gefahren werden kann.
Auch sportliche Mountainbike- und Gravel-Fahrer können die Route fahren. Durch meine zusätzlichen Panorama-Abstecher kommen allerdings mehr Höhenmeter und teilweise andere Untergründe zusammen als bei einer möglichst direkten Alpenüberquerung.
Wer die Tour fährt, sollte sich außerdem auf unterschiedliche Untergründe einstellen: Radwege, Asphalt, Schotter, Forstwege und einige einfache Trailpassagen gehören dazu.
Für mich ist gerade diese Mischung ein großer Teil des Reizes.
Mein Fazit zur Alpenüberquerung Garmisch–Bozen
Wenn ich nach fünf Tagen zurückblicke, würde ich die Tour genauso wieder fahren.
Nicht unbedingt, weil jeder Kilometer perfekt war.
Sondern weil die Strecke genau das geworden ist, was ich mir vorher vorgestellt hatte:
Eine Alpenüberquerung, bei der die Erlebnisse unterwegs genauso wichtig sind wie das Ziel in Bozen.
Zugspitze und Eibsee am ersten Tag, Fernpass und Bergseen, die tiefen Schluchten am Inn, Reschensee und Ortler-Panorama, der Vinschgau und schließlich die Weinberge rund um Meran.
Jeder Tag hatte seinen eigenen Charakter.
Und genau deshalb wollte ich diese Alpenüberquerung nicht nur selbst fahren, sondern sie anschließend so aufbereiten, dass ihr sie ebenfalls nachfahren könnt.
Übernachtungen und Rückfahrt von Bozen nach Garmisch
Wo übernachtet man auf der Alpenüberquerung?
Entlang der gesamten Route gibt es viele Hotels, Pensionen, Apartments und andere Übernachtungsmöglichkeiten. Eine feste Hotelliste möchte ich trotzdem nicht vorgeben, weil Budget, Komfort und persönliche Ansprüche einfach sehr unterschiedlich sind.
Die angegebenen Etappenziele dienen vor allem als Orientierung. Man muss nicht zwingend genau in dem Ort übernachten, an dem meine Etappe endet. Oft findet sich schon wenige hundert Meter oder ein paar Kilometer davor oder danach ein schöner Ort mit einer passenden Unterkunft.
Ich selbst habe teilweise sogar in der Hauptsaison erst mittags für den jeweiligen Abend gebucht und immer etwas gefunden. Wer lieber ganz entspannt unterwegs sein möchte, kann die Unterkünfte natürlich schon vorab reservieren.
Mein Tipp: Plant die Etappen anhand der GPX-Daten und sucht euch die Unterkunft dann passend zu Lage, Preis und gewünschtem Komfort aus. So bleibt ihr flexibel und könnt die Tour ein Stück weit an euren eigenen Rhythmus anpassen.
Wie kommt man von Bozen zurück nach Garmisch?
Die Tour endet direkt in Bozen und von dort lässt sich die Rückfahrt grundsätzlich gut mit der Bahn organisieren.
Eine konkrete Verbindung möchte ich hier nicht fest empfehlen, da sich Fahrpläne, Umstiege und auch die Bedingungen für die Fahrradmitnahme ändern können. Am besten schaut ihr euch eure Verbindung kurz vor der Tour noch einmal aktuell an.
Gerade in der Hauptsaison lohnt es sich, die Fahrradmitnahme frühzeitig zu prüfen, da die Stellplätze begrenzt sein können.
Wenn ihr mit dem Auto nach Garmisch anreist, würde ich auch die Parkmöglichkeiten für mehrere Tage vorher kurz checken. Da sich Regeln und Langzeitparkmöglichkeiten ändern können, möchte ich hier ebenfalls keinen einzelnen Parkplatz empfehlen.
Unterm Strich lässt sich die Alpenüberquerung sehr gut individuell planen – mit flexibler Unterkunftswahl und einer Rückreise, die ihr passend zu eurem eigenen Zeitplan gestalten könnt.
Häufige Fragen zur E-Bike-Alpenüberquerung Garmisch–Bozen
Wie lang ist die Alpenüberquerung von Garmisch nach Bozen?
Meine Route umfasst in fünf Etappen insgesamt rund 285 Kilometer und 3.700 Höhenmeter.
Wie viele Tage sollte man einplanen?
Ich bin die komplette Strecke in fünf Tagen gefahren. Die erste Etappe ist bewusst etwas kürzer gehalten, sodass eine Anreise nach Garmisch am gleichen Tag möglich ist.
Ist die Route die klassische Via Claudia Augusta?
Nein. Meine Strecke orientiert sich abschnittsweise an der Via Claudia Augusta, verlässt sie aber immer wieder bewusst für zusätzliche Aussichtspunkte, Bergseen, Hütten und andere Highlights.
Ist die Alpenüberquerung nur für E-Bikes geeignet?
Nein. Ich habe sie mit einem Light E-MTB gefahren und besonders für E-Biker geplant. Sportliche MTB- und Gravel-Fahrer können die Strecke ebenfalls fahren, müssen die zusätzlichen Höhenmeter allerdings aus eigener Kraft bewältigen.
Welche Art von Wegen erwarten mich?
Die Route kombiniert asphaltierte Radwege mit Schotter- und Forstwegen sowie einigen einfachen Trailpassagen.
Wo bekomme ich die GPX-Daten?
Alle fünf von mir gefahrenen Etappen sind als komplettes GPX-Paket auf fritz-ebike.de erhältlich.

6 Comments
Klingenspohr Dieter
Hallo Fritz ich habe schon öfter an eine Alpenuberquerung nachgedacht und könnte mich mit deiner Rute sehr gut anfreunden.
Interesant für mi h und meine Frau sind Parkmöglichkeiten in Garmisch, Übernachtungs öglichkeiten (Pension, Hotel) u d Rückkehrmöglichkeien.
Vieleicht kannst du ja einen keinen Beitrag auf deiner Seite hinterlege.
LG Dieter Klingenspohr
Fritz
Servus,
danke dir – freut mich sehr, dass euch die Route gefällt! 😊
Zum Thema Übernachtungen möchte ich bewusst keine festen Hotels oder Pensionen empfehlen, weil die Ansprüche und Budgets einfach sehr unterschiedlich sind. Wichtig ist aber: Entlang der gesamten Route gibt es ausreichend Übernachtungsmöglichkeiten.
Ich habe selbst sogar in der Hauptsaison teilweise erst mittags für denselben Abend gebucht und immer etwas gefunden. Man muss dabei auch nicht zwingend genau in dem Ort übernachten, den ich als Etappenziel angegeben habe – oft gibt es schon wenige hundert Meter oder ein paar Kilometer weiter den nächsten schönen Ort mit weiteren Unterkünften.
Deshalb würde ich die Unterkunft immer individuell nach Preis, Ausstattung und gewünschtem Komfort auswählen.
Auch beim Thema Parken in Garmisch und Rückreise würde ich empfehlen, die Möglichkeiten passend zur eigenen Anreise und zum gewünschten Zeitraum zu prüfen, da sich hier Angebote und Bedingungen ändern können. Normal fahren aber stündlich Züge aus Bozen wieder nach Garmisch
Viele Grüße
Fritz
Chrissi
Hallo, hattet ihr bei der Tour immer alles „am Mann“ oder hattet ihr einen Gepäcktransport organisieren können? Mein Mann hat schon mal einen organisierten und geguideten Alpencross gemacht, ich würde lieber ohne Gruppe unterwegs sein um die Route (und Deine finde ich toll 😉) und das Tempo selbst zu bestimmen aber die Vorstellung Gepäck für 5 Tage dabei haben zu müssen schreckt mich doch etwas ab 😅… liebe Grüße, Chrissi
Fritz
Hallo Chrissi, danke dir! 😊 Freut mich sehr, dass dir die Route gefällt.
Wir hatten unser Gepäck die komplette Tour über selbst am Rad dabei. Einen Gepäcktransport hatten wir nicht organisiert. Ich habe allerdings wirklich nur das Nötigste mitgenommen – und in den Taschen passt erstaunlich viel rein, wenn man ein bisschen reduziert packt.
Gerade wenn ihr ohne Gruppe unterwegs sein möchtet, finde ich das eigentlich ideal – so könnt ihr Tempo, Pausen und auch die Etappenziele ganz flexibel gestalten.
Zum Thema Bikepacking-Taschen und Packen für Mehrtagestouren habe ich auch noch einen eigenen Blogartikel geschrieben.
Liebe Grüße
Fritz
Dirk
Hallo Fritz,
wie fit muss man für die Tour sein? Reicht es, wenn man sonst im Jahr 10-15 Touren, mit im Schnitt 50km und 700 hm, fährt.
Fritz
Servus Dirk, puh das ist super schwierig zu beurteilen da es ja komplett individuell ist. Nicht nur körperlich sonder auch vom Bike her. Aber an den KM und HM kannst du es ja denk ich ganz gut abschätzen und müsste eigt. passen laut deinen Angaben. Viele Grüße Fritz